# Politiker kritisiert „Killerspiel“ Nominierung für Deutschen Computerspielpreis

Deutscher Computerspielpreis. Ja... den gibt es auch. Aber auch für Killergames?Es ist soweit. Heute Abend werden die Deutschen Computerspielpreise vergeben. Und, wie üblich, meldeten sich schon im Vorfeld Politiker der Unionsfraktion im Bundestag, um noch ein Wörtchen mit zureden.

Was ist diesmal passiert?
Welches Killerspiel hat sich diesmal so erdreistet die Politik so in Rage zu versetzen?

Der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, erklärte am vergangenem Mittwoch in Berlin:

„Sogenannte Killerspiele dürfen nicht honoriert werden, auch wenn sie technisch noch so ausgereift sind“

And the Winner is…
Der Übeltäter ist diesmal das nominierte Spiel Crysis 2 von Crytek.
Bei, so Börnsen in seiner Erklärung, Crysis 2 würde jedoch nur der rein technisch-innovative Aspekt im Vordergrund stehen.

„Wir tolerieren nach unserem Freiheits- und Demokratieverständnis durchaus jeden Erwachsenen, der diese Art von Spielen in der Freizeit spielt“

Moment Herr Börnsen… Freiheits- und Demokratieverständnis?
Ist das so? Ist das wirklich so?? Sind Sie sich da ganz sicher???
Werden Erwachsene, die Spiele mit dem Stempel „ab 18“ erwerben, wirklich toleriert?
Und wenn ja, warum werden diese Spiele angeblichen „ab 18“ Spiele dann immer noch zensiert?

Nicht das wir uns jetzt falsch verstehen sehr geehrter und innig geliebter kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Herr Börnsen. Ich breche hier keine Lanze für Killerspiele ala Crysis 2 oder Counter-Strike. Deren einziger Sinn scheint wirklich nur in der Vernichtung imaginärer Pixelbilder in Menschenform zu bestehen. Spiele solcher Art sind in meiner Spielesammlung nicht vorzufinden.

Aber dafür finden sich dort Titel wie Silent Hill, Resident Evil, Grand Theft Auto, Fallout 3, Doom, Left 4 Dead und weitere mehr. Und die sind fast alle, in ihrer jeweiligen deutschen Version, zensiert.
Mit der Toleranz scheint es mir da also nicht so weit her zu sein.

Wie dem auch sei. Interessant ist auch, aus was für Menschen sich die Jury – laut BIU – die über die Preise entscheidet, zusammensetzt. Wissenschaftler, Medienpädagogen, Jugendmedienschützer und Vertreter aus Politik, Fachpresse und der Spielebranche. Jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung sowie BIU und dem G.A.M.E. e.V. vorgeschlagen.

Wo aber, so erlaube ich mir zu fragen, bleiben die Konsumenten der Spiele?
Warum dürfen die Spieler nicht mitreden und selber über einen Preis entscheiden?

Im GamesBlog von fredMan kannst du dir eine andere Meinung einholen.


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