Glossar: Jugendschutz

#01 Terminator zieht wegen Jugendschutz vor oberstes US-Gericht

Hasta la vista, baby! Bereits im Jahre 2004 unterzeichnete der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, ein Gesetz das vorschreiben sollte, dass auf gewaltverherrlichenden Computerspielen ein „Ab 18“ Sticker aufgebracht sein muss.

Auf Initiative der sich darauf gebildeten Lobby-Verbände der Spieleindustrie, wie der Entertainment Software Association (ESA), hatten zuständige Gerichte dafür gesorgt, das dass von Schwarzenegger unterschriebene Gesetz nicht in Kraft tritt.

Schwarzenegger und seine Verbündeten sehen das anders. „Die Macher von Videospielen nutzen die Verletzlichkeit von Kindern für ihre Profite schamlos aus“, hatte der kalifornische Innenminister Jerry Brown das Gesetz Mitte 2009 begründet. Er hatte damals auch gute Chancen vor dem Supreme Court erwartet: „So wie Pornografie verboten werden kann, lässt sich auch unanständige Gewalt verbieten.“

via Golem.de

Jetzt hat der US-amerikanische Supreme Court beschlossen, ein Verfahren über Jugendschutz und Computerspiele anzunehmen, indem es um eine Verschärfung der bislang liberalen Jugendschutzbestimmungen in den USA geht.

Das Urteil wird noch dieses Jahr erwartet.
Man darf gespannt sein, was sich diesbezüglich noch ergeben wird.

Dieser Weltenänzer Artikel «Terminator zieht wegen Jugendschutz vor oberstes US-Gericht» wurde am April 27th, 2010 geschrieben und in «Zwischenweltliche Mysterynews» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , verschlagwortet.


 
 

#02 Indizierter Ego-Shooter „Duke Nukem 3D“ auf dem iPhone erhältlich

„Hail to the king, baby!“
Der Ego-Shooter und Actionklassiker Duke Nukem 3D von 1996 kann nun auch auf dem iPhone gespielt werden. Wie aus der – mittlerweile fast 13 Jahre alten – Originalversion gewohnt, kämpft der Duke nun auch auf dem iPhone mit schweren Waffen und markigen Sprüchen gegen die außerirdischen Invasoren.

Das Problem dabei:
Auf Anfrage von „Golem.de“ bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) wurde klar, das der Duke immer noch auf dem Jugendschutzindex steht. Somit darf der Duke auch weiterhin nicht Minderjährigen zugänglich noch beworben werden.

Apple hingegen hat dem Duke eine Altersfreigabe von „12+“ erteilt die jedoch in keinster Weise als verbindlich anzusehen ist. Das Unternehmen hat sich, auf Anfrage von „Golem.de“, bis jetzt noch nicht zu den rechtlichen Aspekten geäußert.

Duke Nukem 3D kostet ca. 3 Euro in der iPhone Version.
Die Downloadgröße beträgt 12,3 MByte.

Es bleibt also abzuwarten, wie weit der Gesetzgeber hierzulande geht, um einem amerikanischen Unternehmen den Vertrieb eines indiziertem Spieles übers Internet – für deutsche Spieler unter 18 – zu verbieten.

Dieser Weltenänzer Artikel «Indizierter Ego-Shooter „Duke Nukem 3D“ auf dem iPhone erhältlich» wurde am August 12th, 2009 geschrieben und in «Zwischenweltliche Mysterynews» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , , verschlagwortet.


 
 

#03 Quake Live: Indizierter „Quake 3 Arena“ Klon im Browserfenster ohne Jugendschutz

„Quake Live“ von id Software ist die Browserspielvariante des im Jahre 2000 von der  Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM, damals BPjS)  indizierten Spieles „Quake 3 Arena“.

Grafisch wurde das mittlerweile schon fast 10 Jahre alte Spiel nur leicht überarbeitet. Neben den Hauptleveln können noch Karten des Add-ons „Team Arena“ und weitere modifizierte Arenen gespielt werden.
Berücksichtigt man jetzt den deutschen Jugendschutz tauchen neue rechtliche Fragen auf, denn genau genommen ist „Quake Live“ eine fast exakte Kopie von „Quake 3 Arena“.
Fakt ist: Eine derartige Indizierung gilt bis zu ihrem Widerruf und ist – bei Inhaltsgleichheit aus rechtlicher Sicht – unabhängig vom Trägermedium oder der Plattform auf der das jeweilige Programm läuft.

Das bedeutet:
„Quake Live“ darf in Deutschland Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zugänglich gemacht werden.

Die Lösung:
„Quake 3 Arena“ runter vom Index oder „Quake Live“ aufnehmen.

Ansonsten hätten die Themen Jugendschutz und USK (das sind die mit ihren lustigen farbigen Schildern) ja auch keinen Sinn. 😉

Dieser Weltenänzer Artikel «Quake Live: Indizierter „Quake 3 Arena“ Klon im Browserfenster ohne Jugendschutz» wurde am März 11th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , , , verschlagwortet.


 
 

#04 Indizierungsanträge für Computerspiele

Familienminesterium neben dem Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) aktivste Antragstellerin

Insgesamt stellte das Bundesfamilienministerium bis jetzt 89 Anträge zur Indizierung „gewaltbeherrschter“ Video- und Computerspiele bei der zuständigen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Die BPjM nahm von den vorgeschlagenen Medien 81 auf die Liste der jugendgefährdenden Medien auf.

Interessant auch hier der Beweggrund der zu der erhöhten Antragsstellung führte.
So schreibt Heise:

„[…] Zugleich betont die Behörde, dass nicht etwa einzelne Games Anlass für den vom Bundestag am gestrigen Donnerstag verabschiedeten Entwurf zur ersten Änderung des Jugendschutzgesetzes gewesen seien. Vielmehr sei aufgrund der Ereignisse in Emsdetten im November 2006 das Thema des wirksamen Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor medialen Gewaltdarstellungen in das öffentliche und politische Interesse gerückt.
[…] Auf der schwarzen Liste der Bundesprüfstelle befinden sich derzeit insgesamt 517 Computer- und Videospiele. Das Familienministerium gehörte dabei neben dem Bayerischen Landeskriminalamt (LKA), das 13 Vorschläge machte, zu den aktivsten Antragstellern. Auf alle Medienarten bezogen gingen 2007 bei der Indizierungsstelle 1305 Verfahren ein. 99 davon stammten aus dem Hause von der Leyens. Der Index umfasst zudem unter anderem 2878 Filme auf Trägermedien wie DVDs, 639 Bücher und Printmedien, 756 Tonträger und 1683 Online-Angebote.“

So wie es im Moment aussieht, ist dies jedoch nichts gegen das, was nun auf Publisher und Entwickler zukommt. Grund dafür ist die gestrig verabschiedete Novelle des Jugendschutzgesetzes.

Wie hieß es doch so schön in der auf der „Quo Vadis“ getätigten Aussage:

„Deutschland ist ein Käufer – kein Entwicklerland.“

Das würde ich jetzt abändern in: „Deutschland ist bald weder Käufer- noch Entwicklerland.“

Quelle: Heise.de

Dieser Weltenänzer Artikel «Indizierungsanträge für Computerspiele» wurde am Mai 10th, 2008 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , verschlagwortet.


 
 

 

#05 Jugendschutzgesetz im Bundestag gegen „Killergames und Killerspiele“ verabschiedet

Was lange währt, wird endlich gut? Oder tritt nicht genau ab hier das Gegenteil ein.

Gegen den Willen der Oposition wurde nun das Jugendschutzgesetz verschärft, das Jugendlichen den Zugang zu „Killerspielen“ und Gewaltvideos erschweren soll. Wie dies jedoch Online umgesetzt werden soll, bleibt offen.

Die Gesetzesnovelle erweitert die Kriterien, nach denen Gewaltvideos und „Killergames“ als jugendgefährdend auf dem Index landen. Des weiteren müssen die Altersbeschränkungen auf CDs und DVDs vergrößert werden, damit sie schon vor dem Kauf des Trägermediums in prägnanter Art und Weise ins Auge stechen.

Durch die von der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Initiative werden Computer- und Videospiele ab jetzt mit:

„[…] weitreichenden Abgabe-, Vertriebs- und Werbeverboten“ belegt, die „besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, die das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen“.

Bis jetzt waren nur Gewalt oder das Kriegsgeschehen verherrlichende Computer- und Videospiele automatisch verboten.

Wie man beschriebenes aber nun auch Online umsetzen will, bleibt bis auf weiteres offen. Dazu der Bundesspieleverband BIU:

[…] „die USK müsse auch digital vertriebene Spiele und Onlinespiele prüfen. Außerdem setzt der BIU auf ergänzende technische Lösungen: Es gibt bereits Spielkonsolen und PC-Plattformen mit Altersabfragesystemen. Ein digitales Alterskennzeichen der Software vergleicht dann die im Spielerprofil eingestellten Altersangaben.“

All dies nützt jedoch herzlich wenig wenn man bedenkt, das man jedes Spiel auch in einer ungeschnittenen Version über das Internet beziehen kann. Sei es nun als Originalversion oder über die allseits bekannten Tauschbörsen. Ausschlaggebend ist da wohl eher immer noch die innere Einstellung des jeweiligen Spielers.

Wer kauft schon gerne ein Produkt im Handel, von dem er weiß, das es nur zu 80 Prozent vollständig ist und er sich den Rest übers Internet besorgen muß?

Und, wenn der Handel als „Killergames oder Killerspiele“ bezeichnete Produkte weder On- noch Offline gewinnbringend veräußern kann, erledigt sich bestimmt auch dieses ?Problemchen? – über kurz oder lang – ganz wie von selbst.

Quellen: Golem.de, Heise.de, Stern.de

Dieser Weltenänzer Artikel «Jugendschutzgesetz im Bundestag gegen „Killergames und Killerspiele“ verabschiedet» wurde am Mai 09th, 2008 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , , verschlagwortet.


 
 

#06 Killergames in der „Bild“ vs. Killerspiele beim „Bildblog“

Des einen Fehler ist des anderen Freude und wo bleibt die Quintessenz?

So in etwa war mein Grundgedanke, als ich gerade die beiden Artikel von „Bildblog.de“ und „Bild.de“ miteinander verglichen habe. Stop… bevor hier wer auf falsche Gedanken kommt, ich habe zuerst das „Bildblog.de“ und dann erst den „Bild.de“ Artikel gelesen *g*.

Wie dem auch sei. Viel wichtiger, als die vom „Bildblog.de“ gegenüber der „Bild.de“ getätigte Datumsverbesserung oder die Aufklärung was genau ein Killerspiel ala Counter-Strike ist, fand ich (wenn es denn wahr ist) den Hinweis darauf, das in einem Jugendzentrum das Spiel „Counter-Strike“ angeschafft wurde, um Jugendliche dazu zu bewegen sich öfters mal im Jugendzentrum blicken zu lassen.

Erinnert mich an meine Zeit im Jugendzentrum, als man uns damals mit einer Reise nach London (mit monetärer Selbstbeteiligung) köderte. Sinn der Aktion war es, eine Art von Vertrauensbasis zu unseren damaligen „Sozial Pädagogen“ aufzubauen. Die Reise haben wir zwar mitgemacht (warum auch nicht – London war COOL), öfters im Jugendzentrum – geschweige denn im Büro unserer „Sozial-Pädagogen“ – waren wir deshalb aber auch nicht.

Woran das wohl gelegen haben mag?

Dieser Weltenänzer Artikel «Killergames in der „Bild“ vs. Killerspiele beim „Bildblog“» wurde am Mai 08th, 2008 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , verschlagwortet.


 
 

#07 News der “Quo-Vadis-Entwicklerkonferenz 08″ #02

„Quo Vadis“, was bringst du?

Auch die zweite News zur aktuell in Berlin stattfindenen „Quo Vadis“, an der immerhin ca. 570 Game-Designer, Animationskünstler und ?Medienexperten? teilnahmen, brachte kaum neues, aber dafür viel demoralisierendes an den Tag.

Wer von der „Quo Vadis“ nun allerdings neue Trends für die „Games der Zukunft“ suchte wurde schwer enttäuscht. Abgesehen von der typischen „Lobbyarbeit“, das digitale Spiele als Kulturgut von der Gesellschaft anerkannt und Entwicklungsarbeit öffentlich gefördert werden solle, gibt es nur folgende Aussagen die einen kurz zum Nachdenken anregen sollten.

So sagt die CDU-Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär zum Beispiel:

„[…] dass im Ausschuss für Kultur und Medien, dem sie angehört, schon lange nicht mehr von „Killerspielen“ die Rede sei, sondern Computerspiele vielmehr als Kulturgut verstanden würden – das gelte auch für die amtierende Bundesregierung.“

Wer sich ein wenig bei diesem Thema auskennt, weiß bestimmt auch, das am heutigen Nachmittag eine Abstimmung im Bundestag stattfindet, in der über eine „Verschärfung des Jugendschutzgesetzes“ abgestimmt wird. Mit unter anderem sollen dann auch größere Kennzeichnungen der Alterseinstufung auf Verpackungen und Trägermedien für Spiele, sowie der Katalog für indizierte Spiele ausgeweitet und zu guter letzt „gewalltbeherrschte Spiele“ gänzlich verboten werden.

Ein Vortrag von Vertretern der Commerzbank und der Berliner Bank zum Thema „moderne Finanzierungsmodelle für den Games-Bereich“ dürfte einigen Studios die Augen geöffnet haben.

„[…] Wer ein bankenfinanziertes Spieleprojekt auf die Beine stellen will, muss bereits Erfolge in der Spielebranche vorweisen können. Andere Faktoren, wie die Größe der Fangemeinde eines Projekts, die Zahl der Anmeldungen für einen Betatest oder die Entwicklung ähnlicher Spiele am Markt gelten als nicht einschätzbar. Michael Gens, Vertreter der Commerzbank dazu: „250.000 Anmeldungen für eine Beta sind nett, aber 25.000 Pre-Orders (Vorbestellungen) sind eine Größe, mit der wir rechnen können.“ Kleine, innovative Entwickler ohne eigene Finanzkraft, die nicht unter den Fittichen eines großen Branchenvertreters stehen, bleiben also – Quo Vadis hin oder her – weiterhin praktisch chancenlos.“

Traurig aber wahr. Das heißt also nichts anderes, als das zuerst der Erfolg in messbarer Form eingetreten sein muß bevor es Geld von den Banken gibt. Aber, wenn sich der Erfolg schon eingestellt hat, warum sollte man dann noch zu den Bankern gehen? Wie dem auch sei.

In einer Aussage war man sich auf der „Quo Vadis“ auf jeden Fall einig:

Deutschland ist ein Käufer- und kein Entwicklerland.

Und warum ist das wohl so?

Quelle: Heise.de

Dieser Weltenänzer Artikel «News der “Quo-Vadis-Entwicklerkonferenz 08″ #02» wurde am Mai 08th, 2008 geschrieben und in «Publisher, Entwickler, Studios» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , verschlagwortet.


 
 

#08 5 Jahre Jugendmedienschutz Kommission (KJM)

Seit 5 Jahren können bei der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) Beschwerden gegen Gewalt verherlichende, pornografische oder gegen die Menschenwürde verstoßende Angebote eingereicht werden. Zu ihrem Jubiläum meldete die KJM das von 2330 geprüften Beschwerden fast 1800 Internetangebote betrafen.

Ziele der KJM sind – mit unter anderem – eine Erweiterung ihrer Aufsichtsrolle bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die „Anerkennung von Altersverifikationssystemen“ selbst vornehmen zu können und deutsche Jugendschutz Standards auch international voranzubringen.

Bezogen auf den deutschen Jugendschutz warnte der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein vor einer „akuten Gefährdungslage von Kindern und Jugendlichen durch ausländische Angebote„. Es sei zu prüfen, wie Anbieter beim Abfangen von jugendgefährdenden Angeboten „besser und effizienter“ werden können.
Unternehmen und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) sehen die „Anerkennung von Altersverifikationssystemen“ jedoch als ureigene Aufgabe der Selbstkontrolle.

Quelle: Heise.de

Dieser Weltenänzer Artikel «5 Jahre Jugendmedienschutz Kommission (KJM)» wurde am April 08th, 2008 geschrieben und in «Zwischenweltliche Mysterynews» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , verschlagwortet.


 
 
Pages: 1 2

Der Weltentänzer: FlashGames & mehr


Beim Weltentänzer suchen


Social Network + ...


Die populärsten Artikel

seit dem 17.11.2011

5 zufällig ausgewählte Artikel


Die letzten 10 aktualisierten Artikel


Anzahl der Weltentänzer Beiträge

235