Glossar: USK

#01 Electronic Arts Manager fordert USK Abschaffung

Gerhard Florin (Managing Director Deutschland bei Electronic Arts) begründet, laut Spiegel.de, die Forderung zur Abschaffung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) wie folgt:

„Das ist Zensur, was wir hier machen, aber keiner beschwert sich.“

Anstelle des USK-Logos verlangt Florin die Verwendung des Pan-European Game Information (PEGI) Logos in Deutschland.

Als Begründung teilt er mit, das in Deutschland zwar über Gewalt und Suchtgefahr in Spielen gesprochen, aber der kulturelle Stellenwert von Spielen vernachlässigt werde.

Allgemein bekannt dürfte sein, das von der USK geforderte Änderungen von Spielinhalten wie z.B. Animationen, Texturen und Szenen aufwendig und teuer für den deutschen Markt umgesetzt werden müssen. Für Publisher ist vor einer solchen Prüfung kaum abzuschätzen, welche Einstufung ein Spiel durch die USK erhält.

Dieser Weltenänzer Artikel «Electronic Arts Manager fordert USK Abschaffung» wurde am August 20th, 2009 geschrieben und in «Publisher, Entwickler, Studios» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , , verschlagwortet.


 
 

#02 Politiker fordert Alterskennzeichnung für Internetangebote

Das ist heftig und lässt böses ahnen!
NRW-Familienminister Armin Laschet forderte heute – auf einer Diskussionsveranstaltung des Medienforum.NRW in Köln – eine Alterskennzeichnung von Internetangeboten nach dem Vorbild von USK (UnterhaltungssoftwareSelbstkontrolle) und FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft).
Anbieter sollten entweder selbst ihre Internetseiten kennzeichnen oder eine unabhängige Prüfstelle würde eingesetzt.

Den Rest schenke ich mir. ;o)
Der Original-Artikel kann bei „WAZ.de | DerWesten.de“; zzgl. Begründung und weiterer Zitate des Ministers nachgelesen werden.

Und? Was meinst du dazu?
Können wir demnächst damit rechnen, das jeder auf seinen Internseiten ein „Geprüft bei Prüfstelle XYZ“ einbinden muß?
Oder kommen wir mit noch mal mit einer Verwarnung weg?

Dieser Weltenänzer Artikel «Politiker fordert Alterskennzeichnung für Internetangebote» wurde am Juni 24th, 2009 geschrieben und in «Zwischenweltliche Mysterynews» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , verschlagwortet.


 
 

#03 Galeria Kaufhof nimmt aufgrund Amoklaufes bundesweit USK 18 Computerspiele aus dem Sortiment

Aufgrund des Amoklaufes von Winnenden nimmt die Kaufhauskette Galeria Kaufhof ab April 2009 alle Computerspiele, die einer USK-Alterseinstufung ab 18 Jahren (Killerspiele/Killergames) unterliegen, bundesweit aus ihrem Sortiment.

In einem Interview mit DerWesten sagte der Geschäftsführer des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU):

„Natürlich ist es jedem Händler selbst überlassen, welches Sortiment er führen möchte. Aus Sicht des BIU ist die Entscheidung allerdings sehr bedauerlich, da hierdurch das Recht auf „erwachsene Unterhaltung“ freiwillig eingeschränkt wird. Unter Jugendschutzgesichtspunkten ist die Entscheidung auch zweifelhaft, da auch bei Spielen die z.B. ab 16 freigegeben sind, Alterskontrollen durchzuführen sind. Insofern muss sich hier der Aufwand beim Verkauf sowie die Sensibilität auf demselben Niveau halten.“

Da stimme ich doch mal vorbehaltslos dem GF des BIU zu.

Allerdings wusste ich bis heute  auch noch nicht, das die Kaufhauskette Galeria Kaufhof Computerspiele verkauft. Wobei mein Unwissen aber wohl daran liegt, das mich nichts in diese Kaufhauskette zu treiben vermag.

Wie dem auch sei.
Fakt ist und bleibt, das Eltern lieber ihrer Aufsichtspflicht nachkommen sollten. Es ist immer von Nachteil wenn besagte vernachlässigt wird um bloß nicht die nächste Folge von Soup-Opera XYZ zu verpassen.

Da die meisten Minderjährigen – aufgrund des Jugenschutzgesetzes – keine Gewaltspiele (Killerspiele|Killergames USK 18) käuflich erwerben können, werden  diese in den meisten Fällen entweder  auf dem Schulhof getauscht oder als Raubkopie  (im Falle Counter-Strike manchmal über Steam) übers Internet geladen und installiert.

Da nützt so eine Sortimentsverkleinerung also herzlich wenig.

Quelle: DerWesten

Dieser Weltenänzer Artikel «Galeria Kaufhof nimmt aufgrund Amoklaufes bundesweit USK 18 Computerspiele aus dem Sortiment» wurde am März 18th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , verschlagwortet.


 
 

#04 Quake Live: Indizierter „Quake 3 Arena“ Klon im Browserfenster ohne Jugendschutz

„Quake Live“ von id Software ist die Browserspielvariante des im Jahre 2000 von der  Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM, damals BPjS)  indizierten Spieles „Quake 3 Arena“.

Grafisch wurde das mittlerweile schon fast 10 Jahre alte Spiel nur leicht überarbeitet. Neben den Hauptleveln können noch Karten des Add-ons „Team Arena“ und weitere modifizierte Arenen gespielt werden.
Berücksichtigt man jetzt den deutschen Jugendschutz tauchen neue rechtliche Fragen auf, denn genau genommen ist „Quake Live“ eine fast exakte Kopie von „Quake 3 Arena“.
Fakt ist: Eine derartige Indizierung gilt bis zu ihrem Widerruf und ist – bei Inhaltsgleichheit aus rechtlicher Sicht – unabhängig vom Trägermedium oder der Plattform auf der das jeweilige Programm läuft.

Das bedeutet:
„Quake Live“ darf in Deutschland Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zugänglich gemacht werden.

Die Lösung:
„Quake 3 Arena“ runter vom Index oder „Quake Live“ aufnehmen.

Ansonsten hätten die Themen Jugendschutz und USK (das sind die mit ihren lustigen farbigen Schildern) ja auch keinen Sinn. 😉

Dieser Weltenänzer Artikel «Quake Live: Indizierter „Quake 3 Arena“ Klon im Browserfenster ohne Jugendschutz» wurde am März 11th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , , , verschlagwortet.


 
 

 

#05 EU-Parlament: PEGI versus USK – Ablösung in Sicht?

Wir haben, wie wir alle wissen, in Deutschland das weltweit schärfste Jugendschutzgesetz. Die Regelungen  für den Videospielebereich betreffen sowohl minderjährige Spieler als auch Erwachsene im fortgeschrittenen Alter zu gleichen Teilen. Nicht selten passiert es, das selbst USK 18 Versionen nur in einer geschnittenen Version auf den deutschen Markt kommen.

Um für den deutschen Markt eine Altersfreigabe zu erhalten, müssen alle Videospiele der USK* zur Begutachtung vorgelegt werden. Aber, können Sie noch die Wertungen seites der USK nachvollziehen oder erkennen Sie  nicht auch eine gewisse Willkür bei der Altersfreigabe?
Zuweilen werden gewalthaltige Spiele ab 16 bzw. 18 Jahren für den deutschen Markt freigegeben und andere, weniger gewalthaltige Spiele, bekommen gar kein USK-Siegel.
Wer nun was, wann, wie und nach welchen Kriterien beurteilt kommt nicht ans Tageslicht.

Das EU-Parlament hat nun anstelle der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) die Einführung der europäischen Variante PEGI (auch für OnlineRollenSpiele) vorgeschlagen, was an und für sich – aus meiner Sicht – auch kein schlechter Vorschlag ist.
So würden EU-Weit die gleichen Bedingungen für eine Alterseinstufung von Videospielen gelten. Und dann, könnte man auch (entsprechendes Alter vorausgesetzt) Videospieltitel, die ab 18 freigegeben sind, in einer ungeschnittenen Version kaufen und müsste nicht eine deutsche Version aus Österreich (UnCut) oder die englische OriginalVersion (UnCut) aus Übersee ordern.

Aber leider, leider, leider sind die Vorschläge des EU-Parlaments nicht bindend.

* USK
1994 unter Trägerschaft des „Fordervereins für Jugend und Sozialarbeit e. V.“ gegründet.
Seit Mai 2008 eigene GmbH.
Dieser Weltenänzer Artikel «EU-Parlament: PEGI versus USK – Ablösung in Sicht?» wurde am Februar 15th, 2009 geschrieben und in «Publisher, Entwickler, Studios, Zwischenweltliche Mysterynews» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , verschlagwortet.


 
 

#06 Jugendschutzgesetz im Bundestag gegen „Killergames und Killerspiele“ verabschiedet

Was lange währt, wird endlich gut? Oder tritt nicht genau ab hier das Gegenteil ein.

Gegen den Willen der Oposition wurde nun das Jugendschutzgesetz verschärft, das Jugendlichen den Zugang zu „Killerspielen“ und Gewaltvideos erschweren soll. Wie dies jedoch Online umgesetzt werden soll, bleibt offen.

Die Gesetzesnovelle erweitert die Kriterien, nach denen Gewaltvideos und „Killergames“ als jugendgefährdend auf dem Index landen. Des weiteren müssen die Altersbeschränkungen auf CDs und DVDs vergrößert werden, damit sie schon vor dem Kauf des Trägermediums in prägnanter Art und Weise ins Auge stechen.

Durch die von der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Initiative werden Computer- und Videospiele ab jetzt mit:

„[…] weitreichenden Abgabe-, Vertriebs- und Werbeverboten“ belegt, die „besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, die das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen“.

Bis jetzt waren nur Gewalt oder das Kriegsgeschehen verherrlichende Computer- und Videospiele automatisch verboten.

Wie man beschriebenes aber nun auch Online umsetzen will, bleibt bis auf weiteres offen. Dazu der Bundesspieleverband BIU:

[…] „die USK müsse auch digital vertriebene Spiele und Onlinespiele prüfen. Außerdem setzt der BIU auf ergänzende technische Lösungen: Es gibt bereits Spielkonsolen und PC-Plattformen mit Altersabfragesystemen. Ein digitales Alterskennzeichen der Software vergleicht dann die im Spielerprofil eingestellten Altersangaben.“

All dies nützt jedoch herzlich wenig wenn man bedenkt, das man jedes Spiel auch in einer ungeschnittenen Version über das Internet beziehen kann. Sei es nun als Originalversion oder über die allseits bekannten Tauschbörsen. Ausschlaggebend ist da wohl eher immer noch die innere Einstellung des jeweiligen Spielers.

Wer kauft schon gerne ein Produkt im Handel, von dem er weiß, das es nur zu 80 Prozent vollständig ist und er sich den Rest übers Internet besorgen muß?

Und, wenn der Handel als „Killergames oder Killerspiele“ bezeichnete Produkte weder On- noch Offline gewinnbringend veräußern kann, erledigt sich bestimmt auch dieses ?Problemchen? – über kurz oder lang – ganz wie von selbst.

Quellen: Golem.de, Heise.de, Stern.de

Dieser Weltenänzer Artikel «Jugendschutzgesetz im Bundestag gegen „Killergames und Killerspiele“ verabschiedet» wurde am Mai 09th, 2008 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , , verschlagwortet.


 
 

#07 Neue Killergames-, und Killerspiele Studie aus GB

Auch knapp daneben ist immer noch vorbei

Laut einer neuen britischen Studie sollen Killerspiele beruhigend auf Spieler wirken.
Das fatale daran ist, dass das getestete „Killerspiel“ eine USK und PEGI Freigabe ab 12 Jahre erhalten hat.

Die von der Gaming Website „Develop Magazine“ veröffentlichte Studie bestand aus 292 Frauen und Männern im Alter zwischen 12 bis 83 Jahren. Die Probanden füllten bei Studienbeginn einen vorgefertigten Fragebogen zu den Themenwelten Agression und Wut aus, den sie abschließend mit Angaben zur eigenen Persönlichkeit vervollständigten.
Danach erfolgte eine zweistündige Partie (man lese und staune) World of Warcraft (WoW).

Zum Abschluss der Studie füllten die Probanden abermals den gleichen Fragebogen aus.
Die Auswertung führte zu dem Ergebnis, das sich ein Großteil der Testpersonen beruhigter und entspannter fühlte als vor dem Spiel.
Da „World of Warcraft“ schon ab 12 Jahre freigegeben ist, sollte das aber auch niemanden verwundern.

Warum die mit dem Projekt beauftragte Wissenschaftlerin jetzt jedoch keine EgoShooter, oder andere Gewaltverherrlichende Spiele, für die Spielphase ausgewählt hat, wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben.

Quelle: Gulli.de

Dieser Weltenänzer Artikel «Neue Killergames-, und Killerspiele Studie aus GB» wurde am April 06th, 2008 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , verschlagwortet.


 
 

#08 Neue Indizierungsgründe für Killerspiele

Seit neuestem findet sich auf der Homepage der Bundesprüfstelle (BPjM) ein
neuer Kriterienkatalog zur Indizierung von Computer- und Videospielen.
Insgesamt gibt es nun sechs Abschnitte die zur Indizierung eines Spieles durch die Bundesprüfstelle herangezogen werden: „Unsittlichkeit“, „Verrohende und zu Gewalt anreizende Wirkung durch Gewaltdarstellungen“, „Anreizen zum Rassenhass / Verherrlichung der NS-Ideologie“, „Diskriminierung von Menschen“, „Verherrlichung / Verharmlosung von Drogenkonsum“ und „Schwere Jugendgefährdung“.

Frankenstein Zombie

Insbesondere das Thema „Unsittlichkeit“ bekommt durch die Neuauslegung auch für die anderen Inhalte von Spielen neue Aspekte.

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Dieser Weltenänzer Artikel «Neue Indizierungsgründe für Killerspiele» wurde am März 03rd, 2008 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , , , verschlagwortet.


 
 

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