Glossar: Killerspiele

#01 Wird „Risen“ von Piranha Bytes in Australien indiziert?

Sex & Drogen – Drogen & Sex
Sieht wohl nicht so gut für das Rollenspiel Risen von der Essenern Spieleschmiede Piranha Bytes. Medienberichten nach droht dem Game das Verkaufsverbot in Australien. Störfaktoren für die dortigen Behörden sollen Sexeinlagen mit virtuellen  Prostituierten und der Drogenkonsum in Form eines Pfeifenkrauts sein.

Auch die Publisher und Entwickler des Endzeitrollenspiel Fallout 3 hatten mit den australischen Behörden schwer zu kämpfen. Erst nachdem Hersteller Bethesda Softworks Spieländerungen vorgenommen hatte, wurde das Veröffentlichungsverbot aufgehoben. Das Spiel erschien dann Ende 2008 mit der höchsten Altersfreigabe auf dem Kontinent.

Risen soll am 2. Oktober 2009 für Windows-PC und Xbox 360 erscheinen.

Schaun wir mal, wieviel die Crew von Piranha Bytes dann aus dem Spiel geschnitten hat. Zumindest hierzulande wird wohl einiges der Schere zum Opfer fallen.

Dieser Weltenänzer Artikel «Wird „Risen“ von Piranha Bytes in Australien indiziert?» wurde am August 16th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele, Publisher, Entwickler, Studios» einsortiert.
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#02 Hail to the king. Der Duke kam… sah… und ging!

Hail to the king, baby. Der Duke kam... sah... und ging!Der Duke kam, sah und ging.

Aus und vorbei für „Hail to the king, baby!“ für deutschsprachige Nutzer des iPhones?

Gerade einmal 2 Tage hielt sich der Actionklassiker „Duke Nukem 3D“ in der iPhone Version im App Store. Nun hat Apple das Spiel aus dem Angebot genommen.

In Deutschland wurde das Remake von „Duke Nukem 3D“ am Dienstag den 11. August 2009 von Apple im App-Store für iPhone und iPod touch veröffentlicht. Seit dem 13. August 2009 ist der Actionklassiker nicht mehr im deutschen App-Store zu finden. Auch eine Anfrage seitens Golem.de, weshalb das Spiel entfernt wurde, wurde von Apple noch nicht beantwortet.

Naheliegenster Grund für die Löschung dürfte sein, das „Duke Nukem 3D“ nahezu identisch mit der PC-Version von 1996 ist. Die PC-Version des Spieles steht jedoch auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien und darf in Deutschland weder beworben noch Minderjährigen zugänglich gemacht werden.

Ergo – Der Duke kam, sah und ging.

Dieser Weltenänzer Artikel «Hail to the king. Der Duke kam… sah… und ging!» wurde am August 14th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele, Zwischenweltliche Mysterynews» einsortiert.
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#03 Sterninterview mit Wolfgang Hohlbein | Gewalt in Film und Literatur

Aus einem Interview das der Stern mit Wolfgang Hohlbein über Gewalt in Film und Literatur führte. Interessant sind auch die Aussagen Hohlbeins zur Gewalt in Videospielen.

[…]
Stern: Ist also die Jugend härter geworden?

W.Hohlbein:
Wenn Sie auf Gewalt anspielen, mit Sicherheit. Es hat mit der ganzen Gesellschaft zu tun. Und ich habe das Gefühl, je mehr sich die Öffentlichkeit auf diese Diskussion über Jugendgewalt fokussiert, desto schlimmer wird es.

Stern: Es verstärkt sich gegenseitig, meinen Sie?

W.Hohlbein
Ich weiß nicht, woran es liegt. Wenn ich das wüsste, hätte ich schon den Friedensnobelpreis. Noch ein Beispiel aus meiner Jugend: In unserer Generation gab es so eine Art Ehrenkodex – wenn einer am Boden liegt oder der erste Blutstropfen fließt, ist es vorbei. Heute tritt man noch mal kräftig drauf. Da bin ich völlig fassungslos. Und dann wird geschrieben, Hollywood sei schuld oder Leute wie ich. Aber das kann es doch nicht alleine sein. Wenn Videospiele und Hollywood schuld sind, woher kommen dann die Jugendgangs in Moskau, die in der Kanalisation leben und Leute überfallen? Die werden mit Sicherheit keine Playstation da unten haben und auch keine Fantasyromane lesen. Ich habe kein „Counterstrike“, aber so Sachen wie „Doom“ habe ich mit Begeisterung gespielt. Ich bin trotzdem nicht rausgegangen und habe meinen Nachbarn erschossen. Ich habe keine Patentlösung parat. Diese Gewalt ist eines der großen Rätsel unserer Zeit. Und das ist ja nicht nur in Deutschland so, sondern fast weltweit.
[…]

Das komplette Interview, das der Stern mit Wolfgang Hohlbein führte, kann hier nachgelesen werden.

Dieser Weltenänzer Artikel «Sterninterview mit Wolfgang Hohlbein | Gewalt in Film und Literatur» wurde am Juli 18th, 2009 geschrieben und in «Zwischenweltliche Mysterynews» einsortiert.
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#04 Australien will Spieleseiten sperren! Wann sperrt Deutschland?

Nachtigall ick hör dir trapsen. Das folgende wird – über kurz oder lang – wohl auch weitere Begehrlichkeiten in Deutschland wecken. Das diesen Monat verabschiedete Gesetz, das Provider verpflichtet Kinderpornografie-Seiten zu blockieren, bietet das dazu benötigte solide Fundament.

Wie die meisten wohl wissen, ist Australien das einzigste westliche Land in dem es keine „ab 18“ Einstufung für Computerspiele gibt. Alle Computerspiele, die nicht in die dortige Kategorie „ab 15“ passen, wandern somit auf den Index. Nun scheint die Australische Regierung Internetangebote sperren zu wollen, die Computerspiele die für unter 15 Jährige nicht geeignet sind, anbieten.

Man darf gespannt sein, wann das hier in Deutschland greift. Erst vor wenigen Tagen forderte ein NRW-Familienminister eine Alterskennzeichnung für Internetangebote. Weit scheinen wir also nicht mehr davon entfernt zu sein dementsprechende Spieleseiten, die für Killerspiele werben, sie vertreiben, als Torrent-Link zur Raubkopie oder als kostenloses Onlinespiel (inkl. Microtransactions) anbieten, zu sperren.

Froh er ist nur kleine Flashgames zu bauen, die für Altersgruppen ab 12 Jahre durchaus geeignet sind. ;o)

Dieser Weltenänzer Artikel «Australien will Spieleseiten sperren! Wann sperrt Deutschland?» wurde am Juni 26th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
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#05 CDU-Abgeordneter würde auch „Need for Speed“ verbieten

Öfter mal was neues. Der CDU-Abgeordnete Ruprecht Polenz würde bei ersten Anzeichen von negativen Einflüssen auf Jugendliche auch Rennspiele wie „Need for Speed“ beobachten lassen.
Killerspiele wie „Counter Strike“, „Far Cry“, „Resident Evil“ und Co. werden aktuell von manchen Parteien aufgeführt, wenn es über übereinstimmende Merkmale der Amokläufer von Erfurt, Emsdetten und Winnenden geht. Alle haben Games dieses Genre gespielt haben.

Polenz sieht hier jedoch noch Handlungsbedarf. Auf Abgeordnetenwatch.de wurde Polenz gefragt, warum Spieler von Spielen wie „Far Cry“ zu Killern werden sollten. Im Umkehrschluß könnte „Need for Speed“ schließlich auch zu illegalen Straßenrennen anstiften.

Polenz dazu:

„Ein Zusammenhang zwischen „Need for Speed“ und illegalen Autorennen, bei denen traurigerweise auch immer wieder meist junge Menschen zu Tode kommen, ist mir bislang nicht bekannt“ „Sollte er sich erweisen, müsste man auch hier überlegen, ob und – wenn ja – wie man darauf reagiert.“

Spinnt man hier jedoch den Gedanken weiter, könnte man auch davon ausgehen, das auf den PCs von Verkehrssündern – soweit vorhanden – Spiele wie „Need for Speed“ oder „Burnout“ installiert sind. Die Wahrscheinlichkeit, das dem so ist, wäre genauso hoch wie bei den „Killerspielen“.

Traurig aber wahr.

Dieser Weltenänzer Artikel «CDU-Abgeordneter würde auch „Need for Speed“ verbieten» wurde am Juni 17th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele, Zwischenweltliche Mysterynews» einsortiert.
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#06 Netzfilter nun bald für Killer-Online-Spiele?

Auf einer Tagung in der vergangenen Woche hatten die Innenminister der Länder erneut das Thema „Herstellungs- und Verbreitungsverbotes für Killerspiele“ auf ihrer Agenda. Bemerkenswert dabei: Kritiker bemängelten schon in einer sehr frühen Phase das, wenn der Netzfilter erst einmal installiert ist, er auch für andere Zwecke eingesetzt werden könne.

Sieht so aus, als wenn die Zeit nun reif dazu wäre.

So schrieb z. B. der Bundestagsabgeordnete T. Strobl (CDU) in einer Antwort auf eine Anfrage zum Thema „Killerspiele“ auf „Abgeordnetenwatch.de“:

„Das von der Innenministerkonferenz geforderte Herstellungs- und Verbreitungsverbot ist für mich daher bedenkenswert und sorgfältig zu prüfen. In jedem Fall sollte aber meines Erachtens in der Debatte, welche Maßnahmen zur Gewaltprävention ergriffen werden, die von den Bundesministern von der Leyen und Schäuble vorgeschlagene Sperrung von kinderpornografischen Seiten im Internet mit Blick auf Killerspiele neu diskutiert werden.“

Scheint also nicht mehr lange zu dauern, bis sich auch andere Politiker mit diesem Thema in der Öffentlichkeit profilieren wollen um sich Stimmen zu sichern.

Was meinst du?

Dieser Weltenänzer Artikel «Netzfilter nun bald für Killer-Online-Spiele?» wurde am Juni 12th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
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#07 Ist Duke Nukem wirklich tot?

3D Realms pleite?

Zwölf Jahre nicht enden wollender Arbeit voller Bangen und Hoffnung.
Und jetzt?
Alles umsonst?
3D Realms scheint pleite zu sein. Das Entwicklerstudio soll geschlossen werden.

Joe Siegler, Mitarbeiter von 3D-Realms, dazu im Entwicklerforum:

„Hier geht es nicht um Marketing. Es stimmt. Derzeit habe ich weiter nichts dazu zu sagen“ („It’s not a marketing thing. It’s true. I have nothing further to say at this time“)

Allerdings ließ Entwicklungschef George Broussard erst vor kurzem auf Twitter verlauten, das bei der Produktion von Duke Nukem Forever ein wichtiger Meilenstein erreicht sei.

Bevor also keine offizielle Stellungnahme – über das Ende des Dukes – die Medien erreicht, darf also noch ein wenig an das weiterleben des Dukes geglaubt werden.

Was sind denn auch schon 12 Jahre Entwicklungszeit?

Dieser Weltenänzer Artikel «Ist Duke Nukem wirklich tot?» wurde am Mai 07th, 2009 geschrieben und in «Publisher, Entwickler, Studios» einsortiert.
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#08 Galeria Kaufhof nimmt aufgrund Amoklaufes bundesweit USK 18 Computerspiele aus dem Sortiment

Aufgrund des Amoklaufes von Winnenden nimmt die Kaufhauskette Galeria Kaufhof ab April 2009 alle Computerspiele, die einer USK-Alterseinstufung ab 18 Jahren (Killerspiele/Killergames) unterliegen, bundesweit aus ihrem Sortiment.

In einem Interview mit DerWesten sagte der Geschäftsführer des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU):

„Natürlich ist es jedem Händler selbst überlassen, welches Sortiment er führen möchte. Aus Sicht des BIU ist die Entscheidung allerdings sehr bedauerlich, da hierdurch das Recht auf „erwachsene Unterhaltung“ freiwillig eingeschränkt wird. Unter Jugendschutzgesichtspunkten ist die Entscheidung auch zweifelhaft, da auch bei Spielen die z.B. ab 16 freigegeben sind, Alterskontrollen durchzuführen sind. Insofern muss sich hier der Aufwand beim Verkauf sowie die Sensibilität auf demselben Niveau halten.“

Da stimme ich doch mal vorbehaltslos dem GF des BIU zu.

Allerdings wusste ich bis heute  auch noch nicht, das die Kaufhauskette Galeria Kaufhof Computerspiele verkauft. Wobei mein Unwissen aber wohl daran liegt, das mich nichts in diese Kaufhauskette zu treiben vermag.

Wie dem auch sei.
Fakt ist und bleibt, das Eltern lieber ihrer Aufsichtspflicht nachkommen sollten. Es ist immer von Nachteil wenn besagte vernachlässigt wird um bloß nicht die nächste Folge von Soup-Opera XYZ zu verpassen.

Da die meisten Minderjährigen – aufgrund des Jugenschutzgesetzes – keine Gewaltspiele (Killerspiele|Killergames USK 18) käuflich erwerben können, werden  diese in den meisten Fällen entweder  auf dem Schulhof getauscht oder als Raubkopie  (im Falle Counter-Strike manchmal über Steam) übers Internet geladen und installiert.

Da nützt so eine Sortimentsverkleinerung also herzlich wenig.

Quelle: DerWesten

Dieser Weltenänzer Artikel «Galeria Kaufhof nimmt aufgrund Amoklaufes bundesweit USK 18 Computerspiele aus dem Sortiment» wurde am März 18th, 2009 geschrieben und in «Killergames und Killerspiele» einsortiert.
Zuletzt aktualisiert wurde er am 7. Juni 2017 und mit: , , , , , , verschlagwortet.


 
 
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